Nachhaltigkeit ist der Schlüssel zum Wiederaufbau nach der Pandemie, so der Tenor des Digital Summit

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Nachhaltigkeit, Digitalisierung und die Einführung aufregender neuer Technologien sind der Schlüssel, um sich von der Coronavirus-Pandemie zu erholen, so die Referenten des diesjährigen Summit der International Powered Access Federation (IPAF), der zum ersten Mal als virtuelle Veranstaltung zusammen mit einer digitalen Preisverleihung für die International Awards for Powered Access (IAPAs) am 18. März 2021 stattfand.

Das Thema des IPAF Summit behandelte die Frage der Nachhaltigkeit in der Höhenzugangstechnik, die Herausforderungen eines sicheren und effektiven Betriebs in der Post-Covid-19-Ära und die Möglichkeiten digitaler und technologischer Innovationen für sicheres Arbeiten in der Höhe.

Suzannah Nichol, CEO von Build UK, sagte während ihrer Präsentation zur Eröffnung des Summit: „Wie können nachhaltige Unternehmen wachsen und aufgebaut werden? Bezahlen Sie Lieferanten pünktlich, behandeln Sie Mitarbeiter gut und investieren Sie in neue Technologien. Das ist es, was IPAF und Build UK gemeinsam haben. Wir führen ein Benchmarking unserer Mitglieder durch, und die meisten bezahlen ihre Lieferanten innerhalb von 30 Tagen – wir sind zwar noch nicht am Ziel, aber wir haben in diesem Punkt große Fortschritte gemacht.

„Wir wollen unsere Industrie effizienter machen, Abfall reduzieren und die Produktivität erhöhen. Warum ein Formular, wenn man zehn haben kann, scheint manchmal das Mantra unserer Branche zu sein und deshalb erstellen wir einen neuen Präqualifikationsrahmen, den Common Assessment Standard. Wir glauben, dass die Branche dadurch bis zu 1 Milliarde £ pro Jahr einsparen kann, ganz zu schweigen von der Reduzierung des Papierkrams und dem Freiwerden wichtiger Mitarbeiter für andere, produktivere Aufgaben.

„Nicht zuletzt steht bei uns der Mensch im Mittelpunkt: Rekrutierung, Schulung und Bindung von Talenten. Ohne die richtigen Leute können wir nicht arbeiten. Es liegt an uns allen, unseren Enthusiasmus, unsere Leidenschaft und unsere Fähigkeiten in die Schulen zu tragen, um junge Menschen für unsere Branche zu begeistern. Die Art und Weise, wie wir Mitarbeiter schulen, ist wirklich wichtig und IPAF ist in diesem Bereich definitiv führend. Wir müssen mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen und junge Menschen dazu ermutigen. Schließlich hat das flexible Arbeiten im letzten Jahr eine große Veränderung erfahren.

„Jeder, der an dieser Veranstaltung teilnimmt, hat die Kraft, Dinge anders zu machen, jeder von uns ist ein Teil davon, um unsere Industrie besser zu machen, und wir alle müssen uns fragen, welcher Teil das sein wird.“

Auf die Frage nach der Zukunft nach der Pandemie antwortete sie: „Die Bautätigkeit ist konstant und die Zahlen vom Februar 2021 zeigen, dass wir bereits wieder auf dem Niveau vor der Pandemie sind, auch wenn vieles davon in Planung ist; wir behalten diese Planungen für die Zukunft im Auge, und wir müssen alles tun, was wir können, um sicherzustellen, dass das Vereinigte Königreich auch in Zukunft ein großartiger Ort ist, um Geschäfte zu machen.“

Søren Brogaard, der neue CEO von Trackunit, präsentierte zusammen mit Peter Douglas, CEO & MD von IPAF, die Zusammenarbeit der Organisationen bei der Entwicklung der neuen ePAL-Anwendung für Mobilgeräte, welche die Art und Weise revolutionieren wird, wie Bediener ihre Schulungszertifikate – über digitale PAL-Cards – speichern und austauschen sowie ihre Gerätezeiten erfassen.

Außerdem wurde angekündigt, dass IPAF einen neuen ePAL-Ausschuss einrichten wird, der künftige Verbesserungen der App und die allgemeine Sicherheit der Branche vorantreiben wird, indem er Feedback von IPAF-Mitgliedern, Geräteherstellern, Auftragnehmern und vor allem von den Bedienern selbst einholt.

Peter wies darauf hin, dass die neue App aus Sicht von Umwelt und Nachhaltigkeit enorme Vorteile bringen wird. Die Reduzierung der physischen Ressourcen des PAL-Card-Ausstellungs- und Zertifizierungsprozesses mit einem typischen Jahresoutput, von einem derzeit 130 Meter hohen Stapel aus bedrucktem Papier und Plastik, der vom Lieferanten zu IPAF, zum Schulungszentrum und weiter zu den Teilnehmern transportiert wird. „Und dann, nach fünf Jahren, wirft der Teilnehmer alles in den Müll und beginnt von vorne... die neue App wird dazu führen, dass wir die Anzahl der Schritte bei der Bearbeitung einer PAL-Card reduzieren und diesen ganzen Abfall einsparen.“

Søren erklärte, die App sei „schon lange in der Entwicklung, zumindest auf der Wunschliste der Branche… und jetzt ist sie endlich da. Sie wird uns erlauben, mit den Betreibern direkt zu kommunizieren und eine zentralisierte Datenbank der Betreiberaktivitäten anzubieten – ePAL ist unsere Verpflichtung, die Zusammenarbeit zwischen dem Betreiber und dem digitalen Ökosystem zu ermöglichen.“

Er führte durch eine digitale Demo der neuen ePAL-App und fügte hinzu: „Wir alle wissen, dass das Ausfüllen von Bediener-Logbüchern in Papierform eine kleine Herausforderung ist. Erstmalig wird diese App eine zentrale Datenbank bieten, welche die Aktivitäten eines Betreibers aufzeichnet, diese können anonymisiert und zum Nutzen der gesamten Branche geteilt werden.

“Wir können die App auch nutzen, um zu ermutigen und es einfacher zu machen, einen Unfall oder Beinaheunfall über das neue IPAF Reporting Portal zu melden. Meine Hoffnung ist, dass wir alle an einer sichereren, digitalen Zukunft für die Bediener teilhaben können.”

Karel Huijser (JLG), Pierre Boels (Boels) and Norty Turner (United Rentals) beendeten den Summit in einer virtuellen Diskussionsrunde, moderiert von Murray Pollok, Managing Editor von Access International, der mit der Frage begann: „Tut die Höhenzugangs-Branche genug, um nachhaltig zu sein?“

Pierre war der Meinung, dass die Höhenzugangstechnik „an einem guten Punkt!“ sei, bemerkte aber auch, dass „jeder... Strom aus Windturbinen haben möchte, aber nicht unbedingt in seinem Hinterhof“. Er war der Meinung, dass die Industrie bei der Vermarktung von saubereren, elektrisch betriebenen Maschinen proaktiv sein könnte, aber durch die Notwendigkeit, die Kosten und die Zahlungsbereitschaft der Kunden, eingeschränkt sei.

Norty entgegnete: „Tut irgendeine Branche genug? Das glaube ich nicht... aber wir müssen hart daran arbeiten, neue Möglichkeiten zu finden, um mehr zu tun. Pierre hat recht, was letztlich den Ausschlag geben wird, ist die Wirtschaftlichkeit dahinter. Schauen Sie sich nur die Automobilindustrie an, sie beginnt sich wirklich zu bewegen. Wir werden Ähnliches in der Bauindustrie sehen müssen, um den wirtschaftlichen Imperativ mit dem, was der Markt zu zahlen bereit ist, in Einklang zu bringen.“

Er verwies auf kleine, schrittweise Veränderungen bei United Rentals, wie die Umstellung auf LED-Beleuchtung, die Abkehr von Schmierstoffen auf Erdölbasis oder die Verwendung einer ausgeklügelten Routing-Software, um die Emissionen der Flottenlieferungen zu reduzieren. Er war der Meinung, dass die Branche für Höhenzugangstechnik in Bezug auf die Leistungsfähigkeit elektrischer Maschinen anderen Anlagen voraus ist und dass die Endanwender von Bauunternehmen immer stärker auf Nachhaltigkeit achten.

Karel zog ebenfalls Vergleiche mit der Automobilindustrie und betonte, wie wichtig es ist, in die Batterietechnologie zu investieren und sich auf sie zu konzentrieren, um Innovation und Erschwinglichkeit voranzutreiben. „Das Bewusstsein für dieses Thema ist in Europa und vor allem in Skandinavien stark ausgeprägt, und die USA fangen an, in dieser Hinsicht aufzuholen, so dass die Nachfrage nach elektrisch betriebenen Lösungen dort steigt.“

Das Gespräch drehte sich darum, wie die Vermietung von Arbeitsbühnen die Kreislaufwirtschaft einbezieht und verkörpert, wie wichtig es ist, die Lebensdauer von Maschinen und Batterien zu verlängern und Werkzeuge wie den Geräte CO2-Rechner der European Rental Association (ERA) zu nutzen sowie Strategien für das Ende der Lebensdauer von Arbeitsbühnen zu untersuchen.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Pandemie das Streben nach Nachhaltigkeit nicht aufhalten wird oder wie Pierre sagte: „Grün werden ist unumkehrbar.“ Es gibt in der Tat Möglichkeiten, „grüner“ zu werden, wie z. B. weniger Geschäftsreisen und mehr Nutzung von Videokonferenzen, aber Norty sagte: „Ich glaube, dass Veranstaltungen wie diese wieder „Live-Events“ sein werden, wenn die Pandemie vorbei ist.“

Die Präsentationen und Diskussionen wurden durch die Bekanntgabe der Kategorie-Gewinner der IAPAs 2020/21, sowie durch Videopräsentationen von Sponsoren und eine abschließende virtuelle Delegierten-Networking-Session abgerundet. Außerdem gab es ein Video darüber, wie IPAF-Mitgliedsfirmen Kunden, Gemeinden oder Wohltätigkeitsorganisationen während der Pandemie unterstützt haben.

Die Veranstaltung wurde von Mark Durden Smith, einem TV-Moderator aus Großbritannien, moderiert. Dank der Unterstützung von Veranstaltungssponsoren war die Registrierung der mehr als 1.000 Teilnehmer aus nicht weniger als 67 Ländern kostenlos.

Peter Douglas, CEO von IPAF, sagte: „Es ist fantastisch, dass trotz der Pandemie Teilnehmer aus der ganzen Welt in der Lage waren, von einer hochkarätigen Reihe von Rednern zu profitieren und an der feierlichen Bekanntgabe der IAPAs-Gewinner teilzunehmen. Wir danken CMC, Sinoboom, Trackunit, ZTR, Hinowa, Alimak und der Imer Group für ihr Sponsoring.“

● Wer sich eine Aufzeichnung des IPAF-Summit ansehen, alles über die IAPAs-Shortlists und Kategorie-Gewinner lesen oder sich die Covid-19 Support-Videos des Sponsors ansehen möchte, kann dies kostenlos über die www.iapa-summit.info Website.

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  • Der diesjährige IPAF Summit, der am 18. März 2021 ab 15:00 Uhr GMT zum ersten Mal als globales virtuelles Event stattfindet, konzentriert sich auf die Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und die Herausforderungen und Chancen, denen sich die Anbieter von Arbeitsbühnen weltweit stellen müssen, wenn die Pandemie überstanden ist.

  • Der nächste Teil der kostenlosen Online-Workshops und Webinaren, die von IPAF veranstaltet werden, befasst sich mit der Bedeutung der Auswahl des richtigen MEWP für den Job, damit die Arbeiten sicher und effektiv ausgeführt werden können. Das Webinar wird am 24. März um 12 Uhr GMT ausgestrahlt.